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Castagnaccio: Traditioneller toskanischer Kastanienkuchen mit Rosmarin und Pinienkernen

Ein herbstlicher Klassiker der toskanischen Küche. Dieser aromatische Kastanienkuchen kommt ganz ohne Hefe und zusätzlichen Zucker aus, da die natürliche Süße des Kastanienmehls im Vordergrund steht. Abgerundet mit nativem Olivenöl, Rosmarin, Pinienkernen und Sultaninen entsteht ein saftiges, würziges Geschmackserlebnis.
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Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten
Portionen 8 Stücke

Kochutensilien

  • 1 Flache Springform oder Tarteform (Ø 26-28 cm) Traditionell wird eine sehr flache Form verwendet, damit der Kuchen schön knusprig wird.
  • 1 Feines Küchensieb Wichtig, um Klumpen im Kastanienmehl zu vermeiden.
  • 1 Schneebesen* Zum klumpenfreien Anrühren des Teiges.
  • 1 Kleine Schüssel Zum Einweichen der Sultaninen.

Zutaten
  

Hauptzutaten

  • 350 g Kastanienmehl (Farina di Castagne) Möglichst frisch und von hoher Qualität
  • 400 ml Kaltes Wasser Je nach Konsistenz des Mehls wird eventuell etwas mehr benötigt
  • 50 g Sultaninen Alternativ Rosinen
  • 50 g Pinienkerne Frisch und naturbelassen
  • 50 g Walnusskerne Grob gehackt
  • 2 Zweige Frischer Rosmarin Nur die Nadeln verwenden
  • 4 EL Natives Olivenöl extra Zwei Esslöffel für den Teig, zwei zum Beträufeln
  • 1 Prise Feines Meersalz Hebt die natürliche Süße des Kastanienmehls hervor

Anleitungen
 

  • Die Sultaninen in einer kleine Schüssel mit lauwarmem Wasser bedecken und für etwa 10 Minuten einweichen lassen, damit sie prall und saftig werden. Anschließend gut ausdrücken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Backform mit einem Esslöffel Olivenöl gründlich einfetten.
  • Das Kastanienmehl zusammen mit der Prise Salz in eine große Rührschüssel sieben. Dieser Schritt ist essenziell, da Kastanienmehl stark zur Klumpenbildung neigt.
  • Das kalte Wasser langsam unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zum Mehl gießen. So lange rühren, bis ein glatter, flüssiger Teig ohne Klumpen entsteht, der in der Konsistenz an Crêpe-Teig erinnert. Zwei Esslöffel des Olivenöls unterrühren.
  • Zwei Drittel der eingeweichten Sultaninen, der Pinienkerne und der grob gehackten Walnusskerne vorsichtig unter den Teig heben.
  • Den Teig in die vorbereitete Form gießen. Die Masse sollte nicht höher als 1 bis 1,5 cm in der Form stehen, damit der Kuchen seine typische, dichte Textur behält.
  • Die restlichen Sultaninen, Pinienkerne, Walnüsse und die frischen Rosmarinnadeln gleichmäßig auf der Oberfläche des Teigs verteilen. Zum Schluss das Ganze mit den verbleibenden zwei Esslöffeln Olivenöl beträufeln.
  • Den Kuchen im vorgeheizten Ofen für ca. 30 bis 35 Minuten backen. Der Castagnaccio ist fertig, wenn die Oberfläche eine dunkle, kastanienbraune Farbe angenommen hat und von einem feinen Netz aus kleinen Rissen überzogen ist. Die Konsistenz bleibt im Inneren saftig-kompakt.
  • Aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig abkühlen lassen. Traditionell wird der Kuchen lauwarm oder kalt in schmale Stücke geschnitten serviert.

Notizen

Wichtige Zubereitungs- und Serviertipps

Die richtige Konsistenz: Ein echter Castagnaccio ist kein luftiger Rührkuchen. Er bleibt flach, kompakt und besitzt eine feuchte, fast cremige Textur im Kern, während die Oberfläche durch das Olivenöl und die Nüsse angenehm knusprig wird.
Qualität des Mehls: Da das Rezept ohne Zucker auskommt, steht und fällt der Geschmack mit der Qualität des Kastanienmehls. Achten Sie auf hochwertiges, süßlich duftendes Mehl, idealerweise aus italienischer Erzeugung (Farina di Castagne).
Serviervorschlag: Der herbe, nussige Geschmack harmoniert hervorragend mit einem Klecks frischem Ricotta oder etwas flüssigem Waldhonig. Dazu passt traditionell ein Glas süßer Dessertwein wie Vin Santo.
Aufbewahrung: In Frischhaltefolie gewickelt bleibt der Kuchen bei Zimmertemperatur 2-3 Tage saftig.
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