Ein klassischer schwäbischer Eintopf, der durch die Kombination von zartem Rindfleisch, einer kräftigen, klaren Brühe, Kartoffelwürfeln und Spätzle besticht. Abgerundet wird dieses wärmende Gericht durch goldbraun geschmelzte Zwiebeln, die für ein intensives Aroma sorgen.
600gRindfleisch zum Sieden (z.B. Tafelspitz, falsches Filet oder Hohe Rippe)Am Stück
1.5lRinderbrühe oder WasserBei Wasser zusätzlich Markknochen verwenden für mehr Geschmack.
1BundSuppengrün (Karotten, Sellerie, Lauch)
1große ZwiebelHalbiert, für die Brühe
1Lorbeerblatt
Für die Einlagen und Garnitur
800gfestkochende Kartoffeln
500gSpätzle (frisch aus dem Kühlregal oder selbstgemacht)
2große ZwiebelnFür die Garnitur
2ELButterschmalz oder Butter
1/2Bundfrische PetersilieFein gehackt
Anleitungen
Brühe ansetzen: Das Rindfleisch unter kaltem Wasser abspülen. Das Suppengrün putzen und grob zerkleinern. Die Zwiebel für die Brühe halbieren. Das Fleisch zusammen mit dem Suppengrün, der halbierten Zwiebel, dem Lorbeerblatt und einer Prise Salz in den großen Topf geben. Mit 1,5 Litern kaltem Wasser oder Rinderbrühe auffüllen, sodass alles gut bedeckt ist. Langsam zum Kochen bringen.
Fleisch garen: Sobald die Brühe kocht, die Hitze reduzieren und den aufsteigenden Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen. Den Eintopf bei niedriger Hitze für ca. 90 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist.
Kartoffeln und Spätzle vorbereiten: Während das Fleisch gart, die Kartoffeln schälen und in ca. 1-2 cm große Würfel schneiden. In einem separaten Topf mit Salzwasser bedecken und bissfest kochen (ca. 15 Minuten). Abgießen und beiseitestellen. Die Spätzle nach Packungsanweisung zubereiten.
Zwiebelschmelze zubereiten: Die 2 Zwiebeln für die Garnitur schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen und die Zwiebelringe darin bei mittlerer Hitze langsam goldbraun und leicht knusprig rösten. Das dauert etwa 10-15 Minuten. Zur Seite stellen.
Eintopf fertigstellen: Das weich gekochte Fleisch aus der Brühe nehmen und leicht abkühlen lassen. Die Brühe durch ein feines Sieb in einen anderen Topf gießen, um eine klare Flüssigkeit zu erhalten. Die Brühe nochmals aufkochen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden.
Anrichten: Zum Servieren die gewürfelten Kartoffeln, die Spätzle und die Fleischwürfel auf tiefe Teller verteilen. Die heiße, klare Rinderbrühe darüber gießen. Jede Portion großzügig mit der Zwiebelschmelze und frisch gehackter Petersilie garnieren und sofort servieren.
Notizen
Tipps für einen authentischen Gaisburger Marsch:
Besonders klare Brühe: Für eine besonders klare und kräftige Brühe können Sie die Zwiebelhälften vor dem Kochen in einer Pfanne ohne Fett auf den Schnittflächen dunkel anrösten. Das gibt Farbe und Aroma.
Fleischauswahl: Die Qualität des Fleisches ist entscheidend. Tafelspitz ist der Klassiker, aber auch Beinfleisch oder Hohe Rippe eignen sich hervorragend, da sie beim langen Kochen zart werden und viel Geschmack abgeben.
Spätzle-Variante: Traditionell werden für den Gaisburger Marsch festere Spätzle verwendet, die ihre Form in der heißen Brühe behalten. Wer Zeit hat, kann Spätzle aus 300g Mehl, 3 Eiern, einer Prise Salz und etwas Wasser selbst herstellen und vom Brett schaben.