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Knusprige Friselle: Traditionelles apulisches Ringbrot

Friselle sind das sommerliche Herzstück der apulischen Küche. Das zweifach gebackene, knusprige Ringbrot aus feinstem Hartweizengrieß besticht durch seine lange Haltbarkeit. Vor dem Verzehr wird es traditionell kurz in kaltem Wasser aufgeweicht und anschließend mit aromatischen Tomaten, würzigem Oregano und feinem Olivenöl serviert.
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Vorbereitungszeit 2 Stunden 15 Minuten
Zubereitungszeit 55 Minuten
Gesamtzeit 3 Stunden 10 Minuten
Portionen 4 Portionen

Kochutensilien

  • 1 Küchenmaschine mit Knethaken Erleichtert das intensive Kneten des festen Hefeteigs.
  • 2 Backbleche Für das Backen und anschließende Trocknen der Teigringe.
  • 1 Raues Brotmesser oder Küchengarn Zum waagerechten Teilen der heißen Teigringe.
  • 1 Kuchengitter Zum vollständigen Auskühlen und Trocknen nach dem Backen.

Zutaten
  

Für den Teig

  • 400 g Semola di grano duro rimacinata (fein gemahlener Hartweizengrieß) Sorgt für die typische goldgelbe Farbe und feste Struktur.
  • 100 g Weizenmehl Type 550 Unterstützt das Klebernetzwerk im Teig.
  • 10 g Frische Hefe
  • 300 ml Lauwarmes Wasser
  • 10 g Feines Meersalz
  • 1 TL Flüssiger Honig Nährt die Hefe und fördert die Bräunung.

Für den traditionellen Belag

  • 400 g Reife Rispentomaten Sollten weich und hocharomatisch sein.
  • 4 EL Olivenöl extra vergine Kaltgepresst, mit angenehm herber Fruchtnote.
  • 1 TL Getrockneter Oregano Intensives, mediterranes Aroma.
  • 1 Zehe Knoblauch Zum Einreiben der rauen Brotseite.
  • 1 Prise Grobes Meersalz Für das abschließende Würzen.

Anleitungen
 

  • Zuerst die frische Hefe zusammen mit dem Honig im lauwarmen Wasser auflösen und etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sich leichte Bläschen an der Oberfläche bilden.
  • Das feine Hartweizengrieß (Semola) und das Weizenmehl in der Schüssel der Küchenmaschine mischen. Das Hefewasser hinzugeben und auf niedrigster Stufe ca. 5 Minuten verkneten. Das Meersalz zufügen und den Teig weitere 5 bis 7 Minuten auf mittlerer Stufe kneten, bis er elastisch, glatt und kompakt ist.
  • Den geschmeidigen Teig zu einer Kugel formen, abdecken und an einem warmen Ort ohne Zugluft für ca. 90 Minuten ruhen lassen, bis sich das Volumen sichtlich verdoppelt hat.
  • Nach der Gehzeit den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz entgasen und in 8 gleich große Portionen (je ca. 100 g) aufteilen. Jede Portion zu einem Strang von ca. 20 cm Länge rollen. Die Enden fest zusammendrücken, sodass dicke Ringe mit einem Loch in der Mitte entstehen.
  • Die Teigringe mit ausreichend Abstand auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Erneut mit einem sauberen Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Ringe auf mittlerer Schiene für ca. 15 bis 18 Minuten backen. Sie sollten aufgehen und eine blasse, leicht goldene Farbe annehmen, im Inneren aber noch weich sein. Die Bleche aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 160 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.
  • Die noch heißen Ringbrote vorsichtig mit einem Handschuh anfassen und mit einem gezackten Brotmesser oder mithilfe von Küchengarn horizontal in zwei Hälften schneiden (die Schnittfläche muss rau und porös sein). Die Hälften mit der Schnittseite nach oben wieder flach auf die Backbleche legen.
  • Die halbierten Scheiben bei 160 °C für weitere 35 bis 40 Minuten im Ofen backen (trocknen), bis sie vollständig durchgetrocknet, steinhart und goldbraun sind. Auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
  • Für die Zubereitung (Sponzatura) die harten Friselle kurz (ca. 5 bis 15 Sekunden, je nach gewünschtem Härtegrad) in eine Schüssel mit kaltem Wasser tauchen, sodass sie Flüssigkeit aufsaugen, aber im Kern noch Biss behalten. Auf einen Teller legen.
  • Die raue Oberseite der eingeweichten Friselle optional leicht mit einer halbierten Knoblauchzehe einreiben. Die Tomaten in kleine Würfel schneiden, in einer Schüssel mit Olivenöl, getrocknetem Oregano und Salz vermengen und großzügig auf den feuchten Ringbroten verteilen. Sofort servieren.

Notizen

Wichtige Tipps für die Zubereitung:

  • Die perfekte Konsistenz (Sponzatura): Das kurze Eintauchen in kaltes Wasser ist essenziell. Verwenden Sie weiches Wasser und tauchen Sie die Scheiben nicht zu lange ein, sonst zerfallen sie. Sie sollen außen weich, aber im Inneren noch gut strukturiert und leicht knusprig sein.
  • Schnitttechnik: Das Schneiden im heißen Zustand direkt nach dem ersten Backvorgang sorgt für die charakteristisch unebene, raue Schnittfläche. Nur so kann der Tomatensaft später ideal aufgenommen werden.
  • Haltbarkeit: Die vollständig getrockneten Friselle lassen sich in einer Blechdose oder einer Papiertüte problemlos mehrere Monate trocken lagern.
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