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Knusprige Laugenbrötchen selber backen – bayerischer Biergarten-Klassiker mit weicher Krume

Selbstgemachte Laugenbrötchen mit einer glänzenden, kastanienbraunen Kruste und einem herrlich weichen, elastischen Kern. Dieses bewährte Rezept kombiniert traditionelle Hefe-Teigführung mit einer einfachen Natronlauge für den typisch herzhaften Geschmack.
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Vorbereitungszeit 1 Stunde 35 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 55 Minuten
Portionen 8 Stück

Kochutensilien

  • 1 Küchenmaschine mit Knethaken Für ein intensives und gleichmäßiges Auskneten des schweren Hefeteigs.
  • 1 Großer Kochtopf (Edelstahl) Wichtig: Kein Aluminium verwenden, da die Lauge das Metall angreift.
  • 1 Schaumlöffel Zum sicheren Hineingeben und Herausheben der Brötchen aus der heißen Lauge.
  • 2 Backblech mit Dauerbackfolie Laugengebäck klebt auf normalem Backpapier fest; Dauerbackfolie oder Silikonmatten verhindern dies zuverlässig.
  • 1 Scharfes Bäckermesser (Lame) oder Rasierklinge Für die präzisen, sauberen Schnitte vor dem Backen.

Zutaten
  

Für den Hefeteig

  • 500 g Weizenmehl Type 550 Sorgt für einen guten Stand des Teigs und eine elastische Krume
  • 280 ml lauwarmes Wasser
  • 21 g frische Hefe Entspricht einem halben Würfel
  • 40 g weiche Butter Nicht flüssig, zimmertemperiert
  • 10 g Feinsalz
  • 1 TL Gerstenmalzextrakt oder Zucker Unterstützt die Hefeaktivität und die Bräunung

Für das Laugenbad & Topping

  • 1.5 Liter Wasser Für das Kochbad
  • 50 g Natron (Natriumhydrogencarbonat) Speisenatron aus der Backabteilung
  • 2 EL grobkörniges Hagelsalz Alternativ Sesam oder Mohn zum Bestreuen

Anleitungen
 

  • Hefeteig zubereiten: Das Weizenmehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Die frische Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, das Gerstenmalzextrakt (oder den Zucker) hinzufügen und kurz verrühren. Die flüssige Hefemischung zum Mehl gießen.
  • Teig kneten: Die Zutaten auf niedrigster Stufe ca. 3 Minuten vermischen. Nun die weiche Butter und das Salz hinzufügen. Die Geschwindigkeit auf die mittlere Stufe erhöhen und den Teig für weitere 8 Minuten intensiv kneten, bis er sich vollständig vom Schüsselrand löst und eine glatte, elastische Oberfläche aufweist.
  • Erste Gare (Stockgare): Den Teig abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort für ca. 45 bis 60 Minuten ruhen lassen, bis sich sein Volumen sichtlich verdoppelt hat.
  • Brötchen formen: Den Teig auf eine unbemehlte Arbeitsfläche stürzen und kurz entgasen. In 8 gleich große Portionen teilen (je ca. 100 bis 105 Gramm). Jedes Teigstück unter der hohlen Hand auf der Arbeitsfläche kreisförmig „rundwirken“, um eine straffe Oberflächenspannung zu erzeugen. Die Teiglinge auf ein mit Backfolie ausgelegtes Blech legen.
  • Zweite Gare und Stückgare im Kühlschrank: Die geformten Brötchen abgedeckt weitere 15 Minuten bei Raumtemperatur entspannen lassen. Anschließend die Abdeckung entfernen und das Blech unbedeckt für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Teiglinge eine dünne Haut an der Oberfläche bilden. Dadurch behalten sie beim anschließenden Belaugen ihre Form und saugen sich nicht mit Wasser voll.
  • Laugenbad vorbereiten: Während der Kühlzeit 1,5 Liter Wasser in einem großen Edelstahltopf zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd nehmen und das Speisenatron vorsichtig und langsam einrühren (Vorsicht, es schäumt stark auf!). Die Hitze reduzieren, sodass das Laugenwasser nur noch leicht siedet, aber nicht mehr sprudelnd kocht.
  • Das Belaugen: Die kalten Teiglinge nacheinander mit dem Schaumlöffel für jeweils 30 bis 40 Sekunden in die heiße Lauge gleiten lassen. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Mit dem Schaumlöffel gut abgetropft wieder zurück auf das Backblech mit der Dauerbackfolie legen.
  • Einschneiden und Bestreuen: Den Backofen rechtzeitig auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die feuchten Brötchen sofort nach dem Belaugen mit einem scharfen Messer kreuzweise ca. 1 cm tief einschneiden und nach Belieben mit dem groben Hagelsalz bestreuen.
  • Backen: Das Blech auf mittlerer Schiene in den heißen Ofen schieben und die Laugenbrötchen für 18 bis 22 Minuten backen, bis sie eine tiefe, glänzende kastanienbraune Farbe angenommen haben. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Notizen

Wichtige Backtipps für ein optimales Ergebnis:
  • Papier-Warnung: Verwenden Sie für Laugengebäck niemals herkömmliches Einweg-Backpapier. Durch den hohen pH-Wert der Lauge löst sich die Silikonbeschichtung des Papiers auf, was dazu führt, dass die Brötchen unwiderruflich festkleben. Verwenden Sie stattdessen hochwertige Silikonbackmatten oder Teflon-Dauerbackfolie.
  • Die Funktion der Kühlung: Lassen Sie den Schritt im Kühlschrank nicht aus. Die dadurch entstehende trockene Oberflächenhaut sorgt dafür, dass die Lauge optimal geliert und die typische, glänzende Kruste bildet, ohne dass das Brötchen im Topf aufweicht.
  • Frische-Tipp: Laugengebäck schmeckt am Tag der Herstellung am besten. Sie können fertig gebackene und abgekühlte Brötchen jedoch hervorragend einfrieren und bei Bedarf bei 150 °C für 8 Minuten wieder knusprig aufbacken.
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