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Knuspriges Weizenmischbrot ohne Kneten aus dem Topf

Dieses aromatische Weizenmischbrot mit krosser Kruste und saftiger Krume benötigt kaum aktiven Arbeitsaufwand. Durch die langsame Übernacht-Gärung bei Raumtemperatur entwickelt der Hefeteig ganz ohne Kneten ein tiefes Aroma und eine elastische Struktur.
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Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Gesamtzeit 13 Stunden 20 Minuten
Portionen 4 Portionen

Kochutensilien

  • 1 Gusseiserner Topf (Dutch Oven, Ø 20-24 cm) mit Deckel Essentiell für die Dampfentwicklung beim Backen
  • 1 Schüssel mit Deckel oder Frischhaltefolie Für die lange Teigruhe
  • 1 Teigschaber oder Teigspatel Erleichtert das saubere Herausholen des klebrigen Teigs
  • 1 Kuchengitter Zum vollständigen Auskühlen des Brotes
  • 1 Backpapier* Sorgt für einen einfachen Transfer in den heißen Topf

Zutaten
  

Hauptteig

  • 350 g Weizenmehl (Type 550) Sorgt für die nötige Bindung und Elastizität
  • 150 g Roggenmehl (Type 1150) Für eine kräftige Farbe und zusätzliche Saftigkeit
  • 380 ml lauwarmes Wasser Etwa 25 bis 30 Grad warm
  • 4 g Frischhefe Entspricht einer kleinen Erbsengröße
  • 12 g Salz Feines Speisesalz
  • 1 TL flüssiger Honig Nährt die Hefe und fördert eine feine Krustenbräunung
  • 1 EL Apfelessig Unterstützt den Teigaufbau und sorgt für bessere Frischhaltung
  • 20 g Sonnenblumenkerne Für eine nussige Note im Teig
  • 10 g Leinsamen Binden Feuchtigkeit in der Krume
  • etwas Roggenmehl zum Bestäuben Verhindert das Festkleben beim Falten und Backen

Anleitungen
 

  • Hefe auflösen: Das lauwarme Wasser in ein Gefäß geben. Die Hefe hineinkrümeln, den Honig und den Apfelessig hinzufügen und mit einem Löffel so lange rühren, bis sich die Frischhefe vollständig aufgelöst hat.
  • Trockene Zutaten mischen: In der großen Rührschüssel Weizenmehl, Roggenmehl, Salz, Sonnenblumenkerne und Leinsamen mit einem Löffel gleichmäßig vermengen.
  • Zutaten zusammenführen: Die Hefelflüssigkeit zu den trockenen Zutaten gießen. Verwenden Sie einen Teigschaber oder einen Holzlöffel, um alles so lange zu verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Der Teig ist sehr feucht und klebrig – das ist ausdrücklich erwünscht. Nicht kneten!
  • Teigruhe (Über Nacht): Die Schüssel luftdicht verschließen (z. B. mit einem Deckel oder Frischhaltefolie). Den Teig bei normaler Raumtemperatur (ca. 18–21 °C) für mindestens 12 und maximal 16 Stunden ruhen lassen. Während dieser Zeit vermehrt sich das Volumen deutlich, und an der Oberfläche bilden sich viele kleine Blasen.
  • Teig strukturieren: Ein Stück Backpapier flach auf der Arbeitsfläche ausbreiten und großzügig mit Roggenmehl bestäuben. Den weichen Teig mithilfe des befeuchteten Teigschabers vorsichtig aus der Schüssel auf das Backpapier gleiten lassen. Den Teig mit bemehlten Händen von den Außenseiten her 3 bis 4 Mal nach innen falten, um etwas Oberflächenspannung aufzubauen. Zu einer runden Kugel formen, die Nahtstelle nach unten drehen und die Oberfläche leicht bemehlen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  • Topf vorheizen: Während der Teigruhe den gusseisernen Topf inklusive Deckel auf das mittlere Rost im Backofen stellen. Den Ofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze einstellen und den leeren Topf für mindestens 30 Minuten miterhitzen.
  • Brot backen (feuchte Phase): Den sehr heißen Topf mit dicken Grillhandschuhen vorsichtig aus dem Ofen nehmen und auf einer hitzebeständigen Unterlage abstellen. Den Deckel abnehmen. Den Teigling mitsamt dem Backpapier an den Rändern anheben und zügig mittig in den heißen Topf hineingleiten lassen. Den heißen Deckel sofort wieder aufsetzen und den Topf zurück in den Backofen schieben. Bei 230 °C für 30 Minuten backen.
  • Brot ausbacken (trockene Phase): Nach Ablauf der 30 Minuten den Deckel vorsichtig vom Topf abnehmen (Vorsicht vor entweichendem, heißem Dampf!). Das Brot für weitere 15 bis 20 Minuten offen im Ofen zu Ende backen, bis die Kruste eine dunkle, goldbraune Färbung aufweist und knusprig ausgetrocknet ist.
  • Abkühlen lassen: Das fertige Brot aus dem Topf heben (vom Backpapier befreien) und sofort auf ein Kuchengitter legen. Vor dem ersten Anschneiden mindestens 1 Stunde vollständig auskühlen lassen, damit sich die feuchte Krume stabilisieren kann und das Brot nicht klebrig wirkt.

Notizen

  • Mehlvariationen: Wenn Sie kein Roggenmehl zur Hand haben, können Sie den Roggenanteil auch durch Dinkelmehl (Type 630 oder Type 1050) ersetzen. Die Wassermenge bleibt dabei identisch.
  • Klopftest für optimalen Backgrad: Klopfen Sie nach der Backzeit vorsichtig mit den Knöcheln auf die Unterseite des Brotes. Klingt es hohl, ist das Brot optimal durchgebacken.
  • Lagerung: Bewahren Sie das abgekühlte Brot in einem Tontopf oder einer papiertüte auf. Plastiktüten weichen die knusprige Kruste schnell auf.
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