Ein herzhafter Klassiker der deutschen Küche, ideal für kühle Tage. Das rauchige Kassler wird butterzart, während es im aromatischen Sauerkraut schmort, das durch Weißwein und Gewürze eine feine, ausgewogene Note erhält. Ein unkompliziertes und sättigendes Gericht.
Vorbereitung: Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Das Sauerkraut in einem Sieb gut abtropfen lassen und bei Bedarf mit den Händen leicht auflockern. Die Wacholderbeeren mit einem Messerrücken leicht andrücken.
Zwiebeln andünsten: Das Schweineschmalz oder Pflanzenöl im Schmortopf bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten, das dauert etwa 3-4 Minuten.
Sauerkraut anbraten: Den Zucker über die Zwiebeln streuen und kurz karamellisieren lassen. Das abgetropfte Sauerkraut hinzufügen und für ca. 5 Minuten unter Rühren mitdünsten, damit es Röstaromen entwickelt.
Ablöschen und würzen: Mit dem Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit fast vollständig einkochen lassen. Anschließend die Brühe, die Lorbeerblätter und die angedrückten Wacholderbeeren hinzufügen. Alles gut vermengen.
Kassler garen: Das Stück Kassler auf das Sauerkrautbett legen. Den Topfdeckel aufsetzen, die Hitze reduzieren und alles bei niedriger Temperatur für ca. 60 Minuten sanft schmoren lassen. Das Kassler sollte danach zart und saftig sein.
Anrichten: Das Kassler aus dem Topf nehmen und kurz ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren aus dem Sauerkraut entfernen. Das Sauerkraut mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Salz ist meist nicht nötig, da das Kassler und die Brühe bereits salzig sind.
Servieren: Das Kassler in Scheiben schneiden und zusammen mit dem würzigen Weinsauerkraut servieren. Dazu passen Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree.
Notizen
Sauerkraut milder machen: Wem das Sauerkraut zu säuerlich ist, kann es vor der Verwendung kurz unter kaltem Wasser abspülen und gut ausdrücken. Dadurch verliert es etwas an Intensität.
Passende Beilagen: Klassisch werden zu diesem Gericht Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree serviert. Sie nehmen die würzige Flüssigkeit des Sauerkrauts wunderbar auf.
Variationsmöglichkeiten: Für eine fruchtige Note kann ein geriebener, säuerlicher Apfel (z.B. Boskop) zusammen mit dem Sauerkraut mitgekocht werden. Eine Prise Kümmel unterstützt die Verdauung und verleiht ein typisches Aroma.
Tipp zum Aufwärmen: Das Gericht schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt oft noch besser, da die Aromen gut durchziehen können. Einfach langsam bei niedriger Hitze im Topf erwärmen.