Rezept: Knusprige Focaccia Sticks mit Oliven und getrockneten Tomaten

Mario Wormuth
Erstellt von: Mario Wormuth
14 Minuten Lesezeit

Kurz & knapp

Focaccia Sticks sind eine knusprige, handliche Variante des klassischen italienischen Fladenbrots, die durch das Backen in Streifenform besonders viel krosse Kruste erhält. Die Kombination aus Oliven, getrockneten Tomaten und Rosmarin sorgt für ein intensives, mediterranes Aroma. Sie eignen sich ideal als Fingerfood, Aperitif-Begleiter oder Grillbeilage.

Die Focaccia gehört zu den ältesten Fladenbroten Italiens und hat ihren Ursprung in der ligurischen Küche. Während das klassische Brot meist als ganzer, weicher Laib serviert wird, löst die Variante als Focaccia Sticks ein häufiges Problem beim Teilen: Jedes Stück erhält durch den präzisen Zuschnitt nach dem Backen den maximalen Anteil an knusprigen Außenkanten. Die typischen Vertiefungen im Teig fangen das Olivenöl auf und verhindern, dass das Brot beim Backen trocken wird. Gleichzeitig garen die herzhaften Zutaten wie Oliven und getrocknete Tomaten direkt in diesen Mulden, wodurch ihr Aroma tief in den Hefeteig übergeht. Ob als Beilage zu Suppen, zum Dippen in Olivenöl und Balsamico oder als Snack für zwischendurch – diese Sticks bringen authentischen Backstubengeruch in die eigene Küche.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schwierigkeit: Einfach – auch für Backanfänger ohne Vorkenntnisse geeignet.
  • Ideal fuer: Aperitifs, Grillabende, Buffets oder als Beilage zu mediterranen Hauptspeisen.
  • Besonderheit: Maximale Knusprigkeit durch die längliche Form und die echten Vertiefungen.
  • Schluessel-Tipp: Den Teig nicht mit dem Nudelholz ausrollen, um die mühsam aufgebauten Luftblasen nicht zu zerstören.

Knusprige Focaccia Sticks mit Oliven und getrockneten Tomaten

Diese aromatischen Focaccia-Sticks sind außen knusprig, innen wunderbar saftig und reichhaltig belegt mit mediterranen Oliven sowie getrockneten Tomaten. Perfekt als Fingerfood für Gäste, als Beilage zum Grillen oder zum Dippen in Olivenöl.
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Vorbereitungszeit 1 Stunde 45 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Gesamtzeit 2 Stunden 10 Minuten
Portionen 4 Portionen

Kochutensilien

  • 1 Backblech* Standardgröße
  • 1 Küchenmaschine Alternativ Handrührgerät mit Knethaken
  • 1 Große Rührschüssel Zum Gehenlassen des Teigs
  • 1 Pinsel Zum Bestreichen mit Olivenöl

Zutaten
  

Teig

  • 400 g Weizenmehl Type 550 Alternativ Pizzamehl Tipo 00
  • 7 g Trockenhefe Entspricht einem Päckchen
  • 280 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker Zur Aktivierung der Hefe
  • 2 EL Olivenöl Natives Olivenöl extra
  • 1.5 TL Salz Feines Meersalz

Belag

  • 80 g schwarze Oliven Entsteint und in Ringe geschnitten
  • 60 g getrocknete Tomaten in Öl Gut abgetropft und fein gewürfelt
  • 3 EL Olivenöl Zum Beträufeln
  • 1 EL frischer Rosmarin Grob gehackt
  • 1 TL grobflockiges Meersalz Zum Bestreuen vor dem Backen

Anleitungen
 

  • Das Weizenmehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Die Trockenhefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sich leichte Bläschen bilden.
  • Das Hefewasser, 2 Esslöffel Olivenöl und das feine Salz zum Mehl geben. Mit den Knethaken der Küchenmaschine zuerst 2 Minuten auf niedriger Stufe mischen, dann 8 Minuten auf mittlerer Stufe zu einem elastischen, leicht feuchten Teig kneten.
  • Den Teig in der Schüssel abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort für ca. 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit 1 Esslöffel Olivenöl bestreichen. Den aufgegangenen Teig vorsichtig auf das Blech gleiten lassen und mit den Händen gleichmäßig zu einem Rechteck (ca. 1,5 cm dick) flach drücken.
  • Mit den Fingerspitzen tiefe Mulden in den gesamten Teig drücken. Die Olivenringe, die gewürfelten getrockneten Tomaten und den gehackten Rosmarin gleichmäßig auf dem Teig verteilen und leicht in die Mulden drücken.
  • Die Focaccia mit den restlichen 2 Esslöffeln Olivenöl beträufeln und mit dem grobflockigen Meersalz bestreuen. Nochmals unbedeckt für 20 Minuten gehen lassen, während der Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze (200 Grad Umluft) vorheizt.
  • Das Blech auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und die Focaccia für 20 bis 25 Minuten goldbraun und knusprig backen.
  • Nach dem Backen kurz auf einem Gitter abkühlen lassen. Das noch warme Fladenbrot mit einem scharfen Brotmesser oder einem Pizzaschneider in ca. 3 cm breite Sticks schneiden und servieren.

Notizen

  • Variations-Tipp: Für eine zusätzliche würzige Note können Sie vor dem Backen noch 50 g zerbröckelten Feta über die Sticks streuen.
  • Aufbewahrung: Die Focaccia-Sticks schmecken frisch am besten. Reste können am Folgetag im Ofen bei 180 Grad für 5 Minuten wieder knusprig aufgebacken werden.
  • Mehl-Hinweis: Das Mehl der Type 550 sorgt durch seinen höheren Kleberanteil für eine besonders elastische Krume und eine knusprige Kruste.
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Warum macht die richtige Gärtechnik den Teig so knusprig?

Die Knusprigkeit und die luftige Krume der Focaccia hängen direkt mit der Aktivierung der Hefe und der anschließenden Gehzeit zusammen. Durch das Auflösen der Trockenhefe in lauwarmem Wasser mit einer geringen Menge Zucker beginnt die Fermentation kontrolliert vor dem eigentlichen Knetprozess. Die Hefe wandelt den Zucker in Kohlendioxid um, was sich durch feine Bläschen an der Oberfläche zeigt. Wird dieser Schritt übersprungen oder zu kaltes Wasser verwendet, arbeitet die Hefe verzögert, was zu einem schweren, dichten Teig führt.

Das anschließende lange Kneten von insgesamt 10 Minuten sorgt für die Ausbildung eines stabilen Glutennetzwerks (Klebereiweiß). Dieses Netzwerk hält die entstehenden Gase im Teig fest, sodass er beim Backen gleichmäßig aufgeht und im Inneren große Luftporen bildet. Die zweistufige Gare – einmal in der Schüssel und einmal auf dem Blech – entspannt das Klebereiweiß. Dadurch lässt sich der Teig elastisch formen, ohne sich wieder zusammenzuziehen, und behält die charakteristischen Fingermulden, die als Reservoir für das Olivenöl dienen.

Welches Mehl eignet sich am besten für Focaccia Sticks?

Für eine elastische Krume und eine krosse Kruste ist der Proteingehalt des Mehls entscheidend, weshalb Weizenmehl Type 550 oder italienisches Pizzamehl Tipo 00 die beste Wahl darstellen. Diese Mehlsorten verfügen über einen höheren Glutenanteil als das klassische Haushaltsmehl der Type 405. Das stärkere Proteingerüst kann die Feuchtigkeit und die Gase während der langen Gehzeit besser binden, wodurch das Fladenbrot im Ofen stabil aufgeht und nach dem Abkühlen seine Struktur behält.

Mehltypen im direkten Vergleich

Eigenschaft Weizenmehl Type 550 / Tipo 00 Weizenmehl Type 405
Proteingehalt Hoch (ca. 11,5 – 13,5 %) Niedrig (ca. 9 – 10 %)
Teigstruktur Elastisch, sehr dehnbar, formstabil Weich, reißt schneller bei Dehnung
Backergebnis Grobe Porung, knusprige Außenkruste Feine Porung, eher weiche Kruste

Die Verwendung von schlechterem oder ungeeignetem Mehl führt dazu, dass der Teig die Feuchtigkeit des Olivenöls nicht halten kann. Er verläuft auf dem Backblech breit und flach, anstatt in die Höhe zu treiben. Wer vollkommen auf Weizen verzichten möchte, kann alternativ auf Dinkelmehl Type 630 ausweichen, muss hierbei jedoch die Knetzeit verkürzen, da Dinkel-Gluten empfindlicher auf Überkneten reagiert.

Wie gelingen die perfekten Vertiefungen im Teig?

Um die typische Struktur der Focaccia zu erzeugen, müssen die Vertiefungen mit den Fingerspitzen steil und tief bis fast auf den Blechboden gedrückt werden, ohne den Teig dabei zu zerreißen. Dieser Schritt darf erst nach der ersten Gehzeit direkt auf dem Backblech erfolgen. Das tiefe Eindrücken verhindert, dass sich beim Backen eine einzige große Luftblase bildet, welche die Beläge vom Brot herunterschieben würde.

Wichtiger Hinweis

Nutze niemals ein Nudelholz, um den Hefeteig auf dem Blech auszubreiten. Das Ausrollen presst die mühsam durch die Gärung entstandene Luft (Kohlendioxidgase) vollständig aus dem Teig. Die Focaccia verliert dadurch ihre typische luftig-saftige Krume und wird nach dem Backen flach, fest und zäh.

Damit der Teig an den Fingern nicht kleben bleibt, benetzt man die Hände vor dem Formen großzügig mit Olivenöl. Die Olivenringe, fein gewürfelten getrockneten Tomaten und die Rosmarinnadeln werden anschließend direkt in diese Mulden gelegt und leicht angedrückt. Das in die Mulden fließende Olivenöl schützt die Kräuter und Einlagen vor dem Verbrennen im heißen Ofen und sorgt für eine gleichmäßige Hitzeübertragung im Teigbett.

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Wie hält man Focaccia Sticks frisch und wie wärmt man sie auf?

Focaccia Sticks schmecken am besten frisch und lauwarm direkt nach dem Schneiden, lassen sich jedoch problemlos bei Raumtemperatur für bis zu zwei Tage aufbewahren. Dazu lagert man die abgekühlten Sticks luftdicht verpackt in einer Vorratsdose oder in einem sauberen Brotbeutel. Da der Teig durch das Olivenöl sehr saftig ist, bleibt er länger weich als klassisches Weißbrot, verliert mit der Zeit jedoch seine krosse Oberfläche.

Um die Focaccia Sticks wieder in ihren knusprigen Urzustand zu versetzen, sollten sie niemals in der Mikrowelle aufgewärmt werden, da sie dort zäh und gummiartig werden. Die beste Methode ist das schnelle Aufbacken im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 5 bis 7 Minuten. Wer es besonders eilig hat, kann die Sticks auch hochkant für 2 bis 3 Minuten in den haushaltsüblichen Toaster stecken oder sie in einer heißen Pfanne ohne zusätzliches Fett von beiden Seiten kurz anrösten.

Haeufig gestellte Fragen

Kann ich den Focaccia-Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen?

Ja, eine langsame Kaltgärung im Kühlschrank ist sogar ideal für die Aromaentwicklung des Hefeteigs. Bereite den Teig dafür wie beschrieben zu, decke die Schüssel luftdicht ab und stelle sie für 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank. Vor dem Backen muss der Teig etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren, bevor er auf dem Blech geformt wird.

Warum verbrennen die getrockneten Tomaten und der Rosmarin im Ofen?

Getrocknete Tomaten und frische Kräuter verbrennen, wenn sie trocken auf der Teigoberfläche liegen und der direkten Hitze ausgesetzt sind. Um dies zu verhindern, müssen die Zutaten fest in die tiefen Teigmulden gedrückt und vollständig mit dem darüber geträufelten Olivenöl benetzt werden. Das Öl wirkt wie ein Hitzeschild und sorgt dafür, dass die Zutaten frittieren statt zu verkohlen.

Kann man die Focaccia Sticks einfrieren?

Ja, die fertig gebackenen und vollständig abgekühlten Focaccia Sticks lassen sich hervorragend für bis zu drei Monate einfrieren. Verpacke die Sticks dazu portionsweise in Gefrierbeuteln, um Gefrierbrand zu vermeiden. Zum Aufbacken die gefrorenen Sticks einfach ohne vorheriges Auftauen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 8 bis 10 Minuten im Ofen knusprig aufbacken.

Fazit

Die Zubereitung von knusprigen Focaccia Sticks zeigt, wie mit einfachen, hochwertigen Basiszutaten und der richtigen Teigführung ein erstklassiges Backergebnis erzielt werden kann. Das präzise Formen der Fingermulden und das großzügige Arbeiten mit gutem Olivenöl sind dabei kein kosmetisches Detail, sondern physikalische Notwendigkeit für die perfekte Balance aus saftiger Krume und krosser Kruste.

Durch die Portonierung in Sticks eignet sich dieses Gebäck ideal für moderne Anlässe, bei denen unkompliziertes Fingerfood gefragt ist. Wer die Grundlagen von Hefeaktivierung und Teigstruktur verstanden hat, kann mit diesem Rezept jederzeit ein Stück italienische Backkultur zuverlässig in der eigenen Küche umsetzen.

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Mario Wormuth
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Wir sind leidenschaftliche Pasta-Liebhaber und teilen hier unsere besten Rezepte, Kochtechniken und Tipps rund um die italienische Küche. Mit einer Liebe zu frischen Zutaten und traditionellen Zubereitungen bringen wir euch die Vielfalt der Pastagerichte direkt auf den Teller. Unser Ziel ist es, euch zu inspirieren, die italienische Küche zu Hause auf einfache Weise nachzukochen und zu genießen. Neben unserer Leidenschaft für Pasta betreiben wir auch weitere Blogs: Auf unserem Hunde-Blog teilen wir Tipps zur Pflege, Ernährung und dem Zusammenleben mit Hunden. Unser Liebe & Esoterik Blog bietet Einblicke in Beziehungen, Astrologie und spirituelle Themen. Für alle Pferdefreunde gibt es unseren Pferde-Blog, wo wir Wissen und Erfahrungsberichte rund um Reiten, Pferdehaltung und Training veröffentlichen. Egal, ob du auf der Suche nach neuen Rezepten bist oder dich für andere Themen interessierst – bei uns findest du spannende Artikel und wertvolle Tipps. Buon Appetito!