Rezept: Saftiger Lachs im Blätterteig mit Spinat-Creme-Füllung

Mario Wormuth
Erstellt von: Mario Wormuth
12 Minuten Lesezeit

Lachs im Blätterteig ist ein kulinarischer Klassiker, der durch das Zusammenspiel von Texturen überzeugt: Außen sorgt ein **knuspriger Teigmantel** für Biss, während im Inneren das **Lachsfilet** durch das schonende Garen im eigenen Dampf extrem saftig bleibt. Die größte technische Herausforderung bei diesem Gericht ist das **Feuchtigkeitsmanagement**. Wird der Spinat nicht korrekt verarbeitet, weicht der Boden durch. In diesem Beitrag lernst du, wie du durch **präzise Vorbereitung** und die richtige **Backtemperatur** ein handwerklich einwandfreies Ergebnis erzielst, das sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt.

Saftiger Lachs im Blätterteig mit Spinat-Creme-Füllung

Ein klassisches, festliches Hauptgericht für Weihnachten: Zartes Lachsfilet, umhüllt von einer aromatischen Spinat-Frischkäse-Schicht und gebacken in goldbraunem, knusprigem Blätterteig. Einfach vorzubereiten und optisch ein Highlight auf der Festtafel.
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Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten
Portionen 4 Portionen

Kochutensilien

Zutaten
  

Hauptzutaten

  • 800 g Lachsfilet ohne Haut, am Stück oder 4 Einzelstücke
  • 2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal, rechteckig
  • 400 g Blattspinat frisch oder TK (aufgetaut)
  • 150 g Kräuterfrischkäse Doppelrahmstufe
  • 1 Zehe Knoblauch fein gehackt
  • 1 Stk. Bio-Zitrone Abrieb und etwas Saft
  • 1 Stk. Eigelb zum Bestreichen
  • 1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
  • 1 TL Butter zum Anbraten
  • nach Geschmack Salz und Pfeffer

Anleitungen
 

  • Vorbereitung des Spinats: Den Spinat waschen (oder TK-Spinat auftauen lassen). In einer Pfanne die Butter erhitzen und den gehackten Knoblauch kurz andünsten. Den Spinat hinzugeben und zusammenfallen lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Den Spinat in ein Sieb geben und sehr gut ausdrücken, damit der Blätterteig später nicht durchweicht. Anschließend mit dem Kräuterfrischkäse und dem Zitronenabrieb vermengen und abkühlen lassen.
  • Ofen vorheizen: Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (oder 180 °C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Lachs vorbereiten: Das Lachsfilet unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Mit etwas Zitronensaft beträufeln sowie rundherum salzen und pfeffern.
  • Zusammensetzen: Die erste Rolle Blätterteig auf dem Backblech ausrollen. Etwa ein Drittel der Spinat-Frischkäse-Masse mittig in Größe des Lachsfilets auf dem Teig verteilen. Den Lachs darauflegen. Die restliche Spinatmasse gleichmäßig auf der Oberseite des Lachses verstreichen.
  • Einpacken: Die zweite Blätterteigrolle passgenau darüberlegen. Die Ränder fest andrücken (am besten mit einer Gabel ein Muster eindrücken, um die Ränder gut zu versiegeln). Überstehenden Teig bei Bedarf sauber abschneiden.
  • Bestreichen und Backen: Das Eigelb mit einem Esslöffel Wasser oder Milch verquirlen und das Blätterteigpaket damit rundherum bestreichen. Mit dem Messerrücken vorsichtig ein Rautenmuster in die Oberseite ritzen (nicht durchschneiden!). Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene ca. 25 bis 30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist.
  • Servieren: Den Lachs im Blätterteig aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden etwa 5 Minuten ruhen lassen. In Scheiben schneiden und servieren.

Notizen

Tipps für ein gelungenes Ergebnis:

  • Trockener Spinat ist entscheidend: Achten Sie penibel darauf, so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Spinat zu drücken. Zu viel Feuchtigkeit sorgt für einen matschigen Boden ('Soggy Bottom').
  • Alternative Füllung: Für eine luxuriöse Variante können Sie unter die Spinatmasse noch einige gehackte Dillspitzen oder ein wenig Räucherlachs mischen.
  • Beilagen: Dazu passt hervorragend ein leichter Feldsalat mit Granatapfelkernen oder eine Honig-Senf-Dillsauce.
  • Timing: Das Paket kann bereits 2-3 Stunden vorher vorbereitet und im Kühlschrank gelagert werden. Bestreichen Sie es erst kurz vor dem Backen mit dem Ei.
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schwierigkeit: Mittel (Erfordert präzises Arbeiten mit Feuchtigkeit)
  • Ideal für: Festliche Anlässe, das Familienessen oder Ostern
  • Besonderheit: Saftiges Garen durch die „En Croûte“-Methode (Garen im Mantel)
  • Schlüssel-Tipp: Den Spinat extrem stark ausdrücken, um einen matschigen Boden zu verhindern

Warum Lachs im Blätterteig technisch funktioniert

Das Garen von Fisch in einem Teigmantel, oft als **“En Croûte“** bezeichnet, ist weit mehr als nur eine optische Aufwertung. Der Blätterteig fungiert als **Isolierschicht** und hermetisch abgeriegelte Garkammer. Während der **Backofen** auf 200 °C heizt, steigt die Temperatur im Inneren des Pakets langsamer an. Dies schützt das empfindliche **Eiweiß des Lachses** vor dem Austrocknen. Gleichzeitig sorgt die **Spinat-Creme-Füllung** nicht nur für Aroma, sondern dient als Puffer zwischen dem wasserhaltigen Fisch und dem fetthaltigen Teig. Die **Maillard-Reaktion** an der Teigoberfläche sorgt für Rösttöne, während der Fisch gedämpft wird.

Die Zutaten im Fokus: Qualität und Funktion

Für ein optimales Ergebnis ist das Verständnis der Zutaten entscheidend. Jede Komponente erfüllt eine spezifische technische Funktion im Rezept für **Lachs im Blätterteig**.

Lachsfilet und Spinat: Das Feuchtigkeits-Duo

Die Wahl des **Lachses** und die Verarbeitung des **Spinats** bestimmen über die Konsistenz des Teigbodens. Lachsfilet verliert beim Garen Wasser und Fett. Der Spinat besitzt von Natur aus einen extrem hohen Wassergehalt (über 90 %).

Frischer Blattspinat

  • Vorteil: Intensiveres Aroma und festere Struktur nach dem Garen.
  • Verarbeitung: Muss zusammenfallen und sehr gründlich entwässert werden.

TK-Spinat (aufgetaut)

  • Vorteil: Bereits blanchiert, lässt sich oft einfacher portionieren.
  • Verarbeitung: Muss vollständig aufgetaut und mechanisch stark ausgepresst werden.

Unabhängig von der Wahl gilt: Das **Ausdrücken der Flüssigkeit** ist der kritischste Schritt. Bleibt zu viel Wasser im Spinat, entsteht Dampf, der nicht entweichen kann, was den **Blätterteig** von innen aufweicht (sogenannter „Soggy Bottom“).

Die Rolle von Fett und Säure

Der **Kräuterfrischkäse** (Doppelrahmstufe) dient als Bindemittel für den Spinat und verhindert, dass dieser krümelt. Das Fett ist zudem ein Geschmacksträger. Die **Bio-Zitrone** (Abrieb und Saft) ist essenziell, um die Fettlastigkeit von Lachs und Blätterteig sensorisch auszugleichen. Die Säure „schneidet“ durch das Fett und hellt das Geschmacksprofil auf. **Muskatnuss** ist der klassische Partner für Spinat, da dessen ätherische Öle die leicht metallische Note des Spinats maskieren.

Die Zubereitung gemeistert: Techniken & Geheimnisse

Hier gehen wir auf die entscheidenden Handgriffe ein, die den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem exzellenten **Lachs im Blätterteig** ausmachen.

Vorbereitung der Füllung: Trockenheit ist Pflicht

Wenn du den **Knoblauch** in **Butter** andünstest und den Spinat zugibst, muss die Flüssigkeit in der Pfanne fast vollständig verdampfen. Nach dem Würzen mit **Salz, Pfeffer** und **Muskatnuss** und dem anschließenden Vermengen mit dem Frischkäse muss die Masse **abkühlen**. Warme Füllung auf kaltem Blätterteig würde sofort das Fett im Teig schmelzen lassen, bevor dieser im Ofen ist. Das Ergebnis wäre ein speckiger, nicht aufgegangener Teig.

Wichtiger Hinweis

Verarbeite niemals warme Spinatmasse auf dem rohen Blätterteig! Das Fett zwischen den Teigschichten schmilzt vorzeitig, wodurch der typische „Blätter-Effekt“ (das Aufgehen der Schichten) zerstört wird.

Das Einpacken und Versiegeln

Beim Schichten von Teig, Spinatcreme und **Lachsfilet** ist Präzision gefragt. Der Lachs wird idealerweise von der Spinatmasse umschlossen. Beim Auflegen der zweiten Teigbahn muss darauf geachtet werden, so wenig **Luft** wie möglich einzuschließen. Luftblasen dehnen sich im Ofen aus und verformen das Paket unkontrolliert. Die Ränder müssen **fest angedrückt** werden (z.B. mit einer Gabel), damit kein Saft austritt.

Bestreichen und Backen: Die Maillard-Reaktion

Das Bestreichen mit **Eigelb** (vermischt mit etwas Wasser/Milch) sorgt für einen attraktiven Glanz und fördert die Bräunung. Das **Einritzen eines Rautenmusters** hat zwei Funktionen: Erstens dient es der Optik, zweitens kontrolliert es die Spannung an der Oberfläche, damit der Teig nicht wild aufreißt. Der Ofen muss zwingend auf **200 °C Ober-/Unterhitze** vorgeheizt sein. Blätterteig benötigt diesen **Temperaturschock**, damit das Wasser im Teig verdampft und die Schichten schnell auftreibt, bevor das Fett schmilzt.

Profi-Tipp: Das Einritzen

Nutze für das Rautenmuster unbedingt den Messerrücken und nicht die scharfe Klinge. Du darfst den Teig nur oberflächlich strukturieren, aber keinesfalls durchschneiden. Ein Schnitt bis auf den Fisch würde dazu führen, dass Dampf zu schnell entweicht und der Lachs trocken wird.

Variationen, Lagerung und Meal-Prep

Mögliche Variationen

Das Grundrezept ist wandelbar. Wer **Muskatnuss** nicht mag, kann auf **Dill** oder **Estragon** zurückgreifen, die hervorragend mit Fisch harmonieren. Für eine mediterrane Note kann der **Kräuterfrischkäse** durch ein rotes Pesto ersetzt und der Spinat weggelassen oder durch gedünsteten Mangold getauscht werden. Auch das Hinzufügen von **Feta-Würfeln** in den Spinat bringt eine salzige, pikante Note.

Aufbewahren, Aufwärmen & Einfrieren

Lachs im Blätterteig schmeckt frisch aus dem Ofen am besten. Solltest du Reste haben, bewahre sie im Kühlschrank auf (max. 1-2 Tage). Beachte jedoch: Der Blätterteig verliert durch die Lagerung seine **Knusprigkeit**, da er Feuchtigkeit aus der Umgebung und dem Fisch zieht.

Zum **Aufwärmen** eignet sich ausschließlich der Backofen (ca. 10-15 Min bei 160 °C). Die **Mikrowelle** ist absolut ungeeignet, da sie den Teig zäh und gummig macht. Das Gericht lässt sich im **rohen, vorbereiteten Zustand** einfrieren, muss dann aber direkt gefroren (bei verlängerter Backzeit) gebacken werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum ist mein Blätterteigboden matschig geworden?

Ein matschiger Boden resultiert fast immer aus überschüssiger Feuchtigkeit. Entweder wurde der **Spinat nicht ausreichend ausgedrückt**, der Lachs war vor dem Einpacken zu nass, oder die Spinatmasse war beim Belegen noch zu warm. Achte darauf, den Lachs trocken zu tupfen und den Spinat fast „trocken“ zu pressen.

Kann ich den Lachs im Blätterteig vorbereiten?

Ja, du kannst das Paket komplett fertigstellen und im Kühlschrank lagern. Dies sollte jedoch maximal **2-4 Stunden vor dem Backen** geschehen. Lagert der rohe Teig zu lange auf der feuchten Füllung, weicht er durch, noch bevor er den Ofen sieht. Bestreiche ihn erst kurz vor dem Backen mit Eigelb.

Woran erkenne ich, dass der Lachs gar ist?

Da der Fisch im Teig versteckt ist, orientiert man sich an der Backzeit und der Farbe des Teigs. Nach **25 bis 30 Minuten** bei 200 °C ist der Teig goldbraun und der Fisch im Inneren durchgezogen. Wer sichergehen will, nutzt ein Einstichthermometer: Eine Kerntemperatur von ca. **55 °C bis 60 °C** ist ideal für glasigen bis durchgegarten Lachs.

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Wir sind leidenschaftliche Pasta-Liebhaber und teilen hier unsere besten Rezepte, Kochtechniken und Tipps rund um die italienische Küche. Mit einer Liebe zu frischen Zutaten und traditionellen Zubereitungen bringen wir euch die Vielfalt der Pastagerichte direkt auf den Teller. Unser Ziel ist es, euch zu inspirieren, die italienische Küche zu Hause auf einfache Weise nachzukochen und zu genießen. Neben unserer Leidenschaft für Pasta betreiben wir auch weitere Blogs: Auf unserem Hunde-Blog teilen wir Tipps zur Pflege, Ernährung und dem Zusammenleben mit Hunden. Unser Liebe & Esoterik Blog bietet Einblicke in Beziehungen, Astrologie und spirituelle Themen. Für alle Pferdefreunde gibt es unseren Pferde-Blog, wo wir Wissen und Erfahrungsberichte rund um Reiten, Pferdehaltung und Training veröffentlichen. Egal, ob du auf der Suche nach neuen Rezepten bist oder dich für andere Themen interessierst – bei uns findest du spannende Artikel und wertvolle Tipps. Buon Appetito!