Kurz & knapp
Um Bigoli mit der Presse richtig zu formen, wird ein fester, relativ trockener Nudelteig aus Hartweizengrieß, Weizenmehl und Flüssigkeit in den Zylinder einer traditionellen Handpresse (Torchio) gefüllt und durch eine Lochmatrize aus Messing oder Bronze gepresst. Der hohe Druck und die raue Oberfläche der Matrize verleihen den dicken Nudeln ihre charakteristische, griffige Struktur, die Saucen optimal aufnimmt. Wichtig ist dabei eine langsame, gleichmäßige Kurbelbewegung sowie das regelmäßige Bestäuben der austretenden Bigoli mit Grieß, um ein Verkleben zu verhindern.
Die Bigoli sind eine traditionelle Nudelsorte aus der italienischen Region Venetien. Sie zeichnen sich durch ihre beachtliche Dicke aus, die meist zwischen zwei und drei Millimetern liegt, sowie durch ihre typisch raue und poröse Oberfläche. Im Gegensatz zu klassischen Spaghetti, die oft glatt aus modernen Extrudern kommen, verkörpern Bigoli die rustikale Nudelkunst Norditaliens. Ursprünglich wurden sie aus Buchweizenmehl und Wasser hergestellt, heute dominiert eine Mischung aus Hartweizengrieß, Weichweizenmehl und Wasser oder Ei.
Das Geheimnis der traditionellen Herstellung liegt im Werkzeug: dem sogenannten Torchio pasta. Diese mechanische Nudelpresse, die oft auf einer Holzbank (dem „Cavalletto“) montiert ist, ermöglicht es, den extrem zähen Teig mechanisch durch die feinen Löcher der Pressscheibe zu zwingen. Ohne diese Hebelwirkung oder den mechanischen Druck einer Spindel wäre es kaum möglich, den feuchtigkeitsarmen Teig in die gewünschte Form zu bringen. In diesem Artikel wird detailliert erklärt, wie das Pressen von Bigoli gelingt, worauf beim Teig zu achten ist und wie typische Fehler vermieden werden.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Konsistenz des Teiges: Der Nudelteig für Bigoli muss deutlich trockener und fester sein als gewöhnlicher Nudelteig, damit die gepressten Schnüre stabil bleiben und nicht zusammenkleben.
- Das Material der Matrize: Für die echte, raue Textur der Bigoli sorgt eine Matrize aus Bronze oder Messing, welche die Oberfläche der Nudel beim Pressvorgang leicht aufreißt.
- Der Pressvorgang: Ein gleichmäßiger Druck durch langsames Kurbeln verhindert, dass die Bigoli unregelmäßig dick werden oder reißen.
- Das Einstäuben: Direkt nach dem Verlassen der Presse müssen die Nudeln gut mit Hartweizengrieß (Semola) bestäubt werden, um ihre Struktur zu wahren.
Wie sieht das richtige Mischungsverhältnis für den Bigoli-Teig aus?
Für den perfekten Bigoli-Teig aus der Presse wird traditionell ein Mischungsverhältnis von etwa zwei Teilen Hartweizengrieß (Semola rimacinata) zu einem Teil Weichweizenmehl (Type 405 oder Tipo 00) verwendet, das mit einer sehr geringen Menge Flüssigkeit vermengt wird. Die Flüssigkeitsmenge liegt meist bei nur etwa 35 bis 40 Prozent des Mehlgewichts, was deutlich unter dem Feuchtigkeitsgehalt von normalem Pastateig (ca. 50 bis 60 Prozent) liegt. Je nach Rezeptur werden als Flüssigkeit Wasser, ganze Eier, nur Eigelb oder eine Mischung aus Ei und Wasser verwendet.
Der Grund für diese extrem trockene Rezeptur liegt in der Mechanik der Nudelpresse. Ein zu feuchter, klebriger Teig würde die feinen Bohrungen der Matrize verstopfen, im Zylinder der Presse an den Wänden vorbeiquetschen oder nach dem Austreten sofort zu einem dicken Teigklumpen miteinander verschmelzen. Der Teig für die Presse darf nach dem Kneten nicht homogen und elastisch wie ein Pizzateig sein. Er sollte eher die Konsistenz von feuchter Erde, groben Streuseln oder einem festen, gerade so zusammenhaltenden Block haben.
Beim Kneten ist darauf zu achten, den Teig nicht zu stark zu erwärmen. Da das Pressen durch die Reibung in der Matrize ohnehin Wärme erzeugt, sollte der Teig vor dem Einfüllen in die Presse kühl und gut durchgeruht sein. Eine Ruhezeit von mindestens 30 Minuten in Frischhaltefolie im Kühlschrank sorgt dafür, dass die Stärke im Mehl die Feuchtigkeit gleichmäßig bindet, obwohl der Teig optisch trocken und bröselig wirkt.
- Schnell & mühelos: Mit der praktischen Nudelpresse von Kenwood zaubern Sie im Handumdrehen selbstgemachte und perfekt geformte Pasta.
- Hervorragende Verarbeitung: Die Nudelmaschine ist aus hochwertigem Edelstahl gefertigt, während der Teigwareneinsatz für Maccheroni rigati aus Bronze besteht, so klebt der Nudelteig nicht an und die Pasta löst sich leicht.
- Vielseitig & einfach zu bedienen: Durch das manuell verschiebbare Edelstahl-Messer können Sie den Nudelteig beim Selbermachen nach Belieben abschneiden – für perfekte Ergebnisse ganz nach Ihrem Gusto.
- Zubehör passend für: Kenwood Chef Küchenmaschinen (KVC, KVL, KCC und mit Adapter KAT001ME: KM, KMC, KMM) und kMix Küchenmaschinen (KMX7)
- Lieferumfang: 1 x KAX92.A0ME Pasta Fresca Nudelpresse in Silber, inkl. Bronze-Teigwareneinsatz für Maccheroni rigati von Kenwood.
- [ Frische Nudelmaschine ] ► Es ist das Werkzeug, das in Ihrer Küche nicht fehlen darf, wenn Sie gerne mit den Händen in Nudeln sind. Es ist die Alternative zur elektrischen Frischpasta-Maschine, die einen rustikalen Touch in unserer Küche verleiht und uns daran erinnert, wie unsere Großmütter hausgemachte Nudeln zubereiten.
- [ 5 Messingbohrer] ► Mit den mitgelieferten Aufsätzen können Sie Pasta für jeden Geschmack und Wunsch herstellen. Von klassischen toskanischen Mohnblumen bis hin zu quadratischen Spaghettis, Piemontesischen Tagliolini und kalabresischen Spalten. Der einfache und schnelle Wechsel der Drahtpresse wird in wenigen Momenten zum Werkzeug für Passatelli, die Brühe Pasta mit unvergesslichen Romagnoli-Geschmack.
- [Saugnapf-Befestigung] ► Der Nudelschneider mit innovativem Design ist an der Unterseite mit einem Saugnapf mit Vakuummesser ausgestattet, der ihn auf allen glatten Oberflächen ohne die Notwendigkeit eines Schraubstocks befestigt, wodurch ein Markieren oder Kratzen des Tisches vermieden wird.
- [Lebensmittelechte Materialien] ► Der Körper der Torpe besteht aus lebensmittelechtem emailliertem Aluminiumguss mit lebensmittelechter Aluminiumzwinge und Propeller aus lebensmittelechtem Kunststoff. Die im Inneren befindlichen Schlitze sind aus Messing und haben einen Durchmesser von 4,0 cm und die Stärke von 8 mm. Zusätzlich zu den 5 Stößeln finden Sie auch einen multifunktionalen Kunststoff-Stößel, der hilft, den Teig in die Torpe zu drücken und das Ausgabeprodukt zu schneiden.
- [ Qualität und Garantie für Haustierschneider] ► Produkt vollständig in Italien hergestellt und empfohlen für den privaten und professionellen Gebrauch.
- Inhalt: 1x Nudelmaschine manuell (19,5x 12,5x 12,5 cm) - Artikelnummer: 0687766040
- Material: Edelstahl Rostfrei 18/10 - leicht zureinigen. Die Kurbel, sowie die Aufsätze sind abnehmbar
- Nudeln selber machen - Pasta Maker für Teigplatten (Lasagne), schmale (Spaghetti) und breite Nudel (Bandnudeln). Die Teigstärke ist in 9 Stufen einstellbar (kräftig 3,0mm bis hauchdünn 0,2 mm)
- Der fertig hergestellte Nudelteig wird mit Hilfe eines Kurbelantriebs durch die 3 unterschiedlichen Walzen gedreht
- Mit der Tischklammer kann die Nudelmaschine einfach am Tisch oder der Arbeitsplatte angebracht werden und gibt festen Halt während der Herstellung der Nudeln
Letzte Aktualisierung am 5.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Wie wird die Bigoli-Presse richtig vorbereitet?
Um die Bigoli-Presse einsatzbereit zu machen, müssen alle mechanischen Teile trocken und sauber sein, wobei die gewählte Matrize vor dem Einsetzen leicht temperiert werden sollte. Kalte Bronze- oder Messingmatrizen führen dazu, dass sich der Teig beim ersten Kontakt verhärtet und die Presse blockiert. Es empfiehlt sich daher, die Metallscheibe vor der Verwendung für einige Minuten in warmes Wasser zu legen und sie anschließend gründlich abzutrocknen.
Gut zu wissen
Neuere manuelle Pressen besitzen oft Dichtungsringe aus Silikon am Kolben. Man sollte vor jedem Pressvorgang prüfen, ob diese Dichtungen korrekt sitzen, da ein verrutschter Dichtungsring dazu führt, dass Teig am Kolben vorbei nach oben gedrückt wird, anstatt durch die Matrize zu fließen.
Nachdem die Matrize handwarm und absolut trocken ist, wird sie in den Schraubring der Presse eingelegt und handfest an den Zylinder geschraubt. Wenn eine traditionelle Tischpresse (Torchio) verwendet wird, muss diese stabil an einer Arbeitsplatte oder dem dafür vorgesehenen Holzgestell montiert werden. Die Kurbel oder Spindel wird vollständig zurückgedreht, sodass der Pressstempel den Zylinder komplett freigibt. Anschließend kann der vorbereitete Teig portionsweise eingefüllt werden.
Wie befüllt und presst man den Teig am besten?
Der Nudelteig wird am besten in Form von kleinen, länglichen Würsten, die etwas schmaler als der Innendurchmesser des Zylinders sind, portionsweise in die Presse gefüllt. Es ist wichtig, den Teig im Zylinder Schicht für Schicht mit den Fingern oder einem passenden Holzstößel leicht festzudrücken. Dadurch wird verhindert, dass sich große Lufteinschlüsse im Zylinder bilden, die beim Pressen zu plötzlichen Druckabfällen und somit zu rissigen Nudeln führen würden.
Sobald der Zylinder etwa zu drei Vierteln gefüllt ist, wird der Pressstempel angesetzt. Nun beginnt das eigentliche Pressen durch gleichmäßiges, langsames Drehen der Kurbel oder Spindel. Der Druck im Inneren des Zylinders baut sich langsam auf. Sobald die ersten Millimeter der Bigoli aus der Matrize austreten, sollte die Pressgeschwindigkeit konstant gehalten werden. Zu schnelles Pressen erhöht die Reibungstemperatur zu stark, wodurch der Teig verkleben oder die Oberfläche der Nudeln unschön aufreißen kann.
Während die Bigoli nach unten gleiten, müssen sie kontinuierlich mit den Händen aufgefangen und sanft weggeführt werden. Es empfiehlt sich, eine zweite Person dabeizuhaben, die die austretenden Nudeln sofort dünn mit Hartweizengrieß bestreut. Sobald die Bigoli die gewünschte Länge von etwa 25 bis 30 Zentimetern erreicht haben, schneidet man sie direkt an der Matrize mit einem scharfen Messer oder einer Teigkarte sauber ab.
Profi-Tipp
Um zu verhindern, dass die frisch gepressten Nudeln auf dem Auffangteller aneinanderkleben, legt man sie am besten in nestförmigen Kurven auf ein mit grobem Hartweizengrieß bestreutes Holzbrett oder auf ein spezielles Nudeltrocknungssieb. Ein leichtes Schütteln sorgt dafür, dass sich der Grieß rundherum anlagert.
Welche Matrizen eignen sich für echte Bigoli?
Für die Herstellung von authentischen Bigoli eignen sich ausschließlich Matrizen aus Messing oder Bronze, da nur diese Legierungen die erforderliche raue Oberflächenstruktur erzeugen. Kunststoffmatrizen (POM oder Teflon), die oft bei modernen, elektrischen Nudelmaschinen standardmäßig beiliegen, erzeugen eine sehr glatte Nudeloberfläche. An einer solchen glatten Oberfläche gleiten traditionelle, schwere Saucen wie das klassische Entenragout (Ragù d’anatra) oder die Sauce aus Sardellen und Zwiebeln (Salsa in peata) einfach ab.
Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Matrizenmaterialien gegenübergestellt:
Matrizenmaterialien im Vergleich
| Eigenschaft | Bronze- / Messingmatrize | Teflon- / Kunststoffmatrize |
|---|---|---|
| Nudeloberfläche | Sehr rau, matt, extrem saucenbindend | Glatt, glänzend, rutschig für Saucen |
| Kraftaufwand | Hoch, da hoher Widerstand im Material | Gering, der Teig gleitet leicht hindurch |
| Reinigung | Aufwändiger, muss oft eingeweicht werden | Einfach, Teigreste haften kaum an |
| Langlebigkeit | Nahezu unbegrenzt, sehr robust | Begrenzt, Verschleiß an den Kanten möglich |
Welche häufigen Fehler treten beim Pressen auf und wie vermeidet man sie?
Der häufigste Fehler bei der Herstellung von Bigoli ist ein zu feuchter Teig, der dazu führt, dass die Nudeln direkt nach dem Pressen miteinander verkleben. Wenn man bemerkt, dass die frisch gepressten Bigoli beim Ablegen ihre runde Form verlieren und zu flachen Streifen zusammensinken oder aneinanderhaften, muss der Teig vor dem nächsten Pressen entnommen und mit etwas mehr Hartweizengrieß nachgeknetet werden.
Achtung
Verwenden Sie niemals kochendes Wasser zur Reinigung der Metallmatrizen, wenn sich noch weiche Teigreste darin befinden. Die Hitze lässt das Gluten im Mehl sofort gerinnen (kleistern), wodurch der Teig in den winzigen Löchern steinhart backt und sich nur noch extrem schwer entfernen lässt.
Ein weiterer Fehler ist ein unregelmäßiger Pressdruck. Wenn die Handkurbel stockend oder ruckartig bewegt wird, entstehen an den Nudeln dünne Sollbruchstellen, an denen sie beim Kochen später zerreißen. Man sollte versuchen, die Bewegung der Kurbel fließend zu gestalten. Sollte sich die Kurbel nur noch mit extremem Kraftaufwand drehen lassen, ist entweder der Teig zu trocken oder ein Fremdkörper blockiert die Matrizenöffnungen. In diesem Fall muss der Druck sofort weggenommen und die Presse demontiert werden, um Schäden am Gewinde zu vermeiden.
Schließlich führt eine mangelnde Grießbestäubung nach dem Schneiden dazu, dass die Bigoli beim Transport zum Topf beschädigt werden. Die Nudeln sollten großzügig in einer Wanne mit Semola gewendet werden. Der überschüssige Grieß wird vor dem Kochen einfach durch ein grobes Sieb abgeschüttelt und kann für den nächsten Durchgang wiederverwendet werden.
Passende Rezepte zum Ausprobieren

Frische Bigoli: Dicke Pasta mit dem Fleischwolf selbst machen
Kochutensilien
- 1 Fleischwolf mit feiner Lochscheibe Lochgröße ca. 4 mm bis 4,5 mm für die ideale Pasta-Dicke
- 1 Küchenmaschine Erleichtert das erste Zusammenfügen des sehr festen Teigs
- 1 Großer Nudeltopf Für reichlich kochendes Wasser
- 1 Teigkarte oder Messer Zum Portionieren des Teigs und Abschneiden der Nudeln
Zutaten
Zutaten
- 300 g Hartweizengrieß (Semola di grano duro rimacinata)
- 100 g Weizenmehl Type 00 (alternativ Type 405)
- 3 Stück Eier (Größe M) frisch
- 40 ml Lauwarmes Wasser
- 1 EL Olivenöl (nativ extra)
- 1 Prise Feines Salz für den Nudelteig
- 2 EL Grobes Meersalz für das Kochwasser
- 8 Stück Sardellenfilets in Öl für die traditionelle Salsa-Sauce
- 50 g Butter
- 0.5 Bund Frische glatte Petersilie fein gehackt
Anleitungen
- Den Hartweizengrieß und das Weizenmehl auf einer sauberen Arbeitsfläche oder in der Schüssel einer Küchenmaschine gründlich vermischen. In der Mitte eine tiefe Mulde formen.
- Die Eier, das lauwarme Wasser, das Olivenöl und eine Prise Salz in die Mulde geben. Die flüssigen Zutaten mit einer Gabel vorsichtig verquirlen und nach und nach das Mehl vom inneren Rand einarbeiten, bis ein krümeliger Teig entsteht.
- Den Teig mit den Händen mindestens 10 Minuten lang kräftig kneten. Da der Nudelteig für den Fleischwolf sehr trocken und fest sein muss, erfordert dies etwas Kraft. Den homogenen, glatten Teig fest in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen.
- Den Fleischwolf zusammenbauen und mit der feinen Lochscheibe versehen. Den geruhten Nudelteig in walnussgroße Stücke schneiden. Die Teigstücke leicht mit etwas Grieß bestäuben, damit sie im Einfüllschacht nicht zusammenkleben.
- Den Fleischwolf auf mittlerer Stufe einschalten. Die Teigstücke nacheinander langsam einfüllen. Sobald die Nudelstränge unten austreten, diese auf eine Länge von etwa 20 bis 25 cm wachsen lassen und dann mit einer Teigkarte oder einem scharfen Messer sauber abschneiden.
- Die frisch gepressten Bigoli locker auf einem bemehlten Backblech oder einem Nudeltrockner ausbreiten, damit sie nicht aneinanderkleben.
- Für die Sauce die Butter bei milder Hitze in einer Pfanne schmelzen. Die Sardellenfilets hinzufügen und unter Rühren langsam darin zergehen lassen, bis eine sämige, aromatische Sauce entsteht. Die gehackte Petersilie unterrühren.
- Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen und das grobe Meersalz hinzufügen. Die Bigoli hineingeben und für ca. 3 bis 4 Minuten bissfest garen.
- Die fertigen Bigoli mit einer Pastazange direkt aus dem Wasser in die Pfanne zur Sardellensauce geben. Alles gut durchschwenken, sodass die raue Oberfläche der Nudeln die Sauce optimal aufnimmt, und sofort servieren.
Notizen
Hilfreiche Zubereitungstipps:
- Die richtige Konsistenz: Der Teig muss deutlich fester und trockener sein als klassischer Nudelteig für Walzenmaschinen. Ist er zu feucht, verkleben die Bigoli beim Austritt aus dem Fleischwolf sofort wieder miteinander.
- Bemehlen ist wichtig: Bestäube die fertigen Nudeln auf dem Backblech großzügig mit Hartweizengrieß (nicht mit normalem Mehl), um ein Verkleben zu verhindern.
- Alternative Saucen: Neben der klassischen venezianischen Sardellensauce (Bigoli in Salsa) eignet sich diese Pasta auch hervorragend für schwere Fleischragouts oder kräftige Tomatensaucen.
Häufig gestellte Fragen
Wie bewahrt man frisch gepresste Bigoli am besten auf?
Frische Bigoli sollten flach auf einem mit Hartweizengrieß bestreuten Holzbrett oder einem Nudelsieb ausgebreitet werden, wo sie an der Luft für einige Stunden leicht antrocknen können. Wenn sie nicht am selben Tag verzehrt werden, kann man sie portionsweise zu Nestern formen und einfrieren. Im gefrorenen Zustand halten sie sich in einem luftdichten Beutel mehrere Wochen und werden später direkt gefroren in das sprudelnd kochende Salzwasser gegeben.
Kann man Bigoli-Teig auch ohne eine spezielle Presse herstellen?
Nein, die klassischen, dicken Bigoli mit ihrer typischen Textur lassen sich ohne eine mechanische Presse nicht authentisch herstellen. Zwar kann man Nudelteig theoretisch von Hand dick ausrollen und in dicke Streifen schneiden (ähnlich wie Pici), allerdings fehlt diesen Nudeln dann die charakteristische raue Oberfläche, die nur durch das Hindurchpressen unter hohem Druck durch Metallbohrungen entsteht.
Warum brechen die Bigoli beim Pressen ab?
Wenn die Bigoli bereits nach wenigen Zentimetern von selbst abbrechen, ist der Teig in der Regel zu trocken oder es wurde nicht genügend Bindung (Glutennetzwerk) beim Kneten aufgebaut. Auch eine zu hohe Pressgeschwindigkeit kann dazu führen, dass der Teigstrang reißt. Abhilfe schafft das minimale Befeuchten des restlichen Teiges mit feuchten Händen und ein anschließendes, erneutes kurzes Durchkneten vor dem nächsten Pressdurchgang.
Wie lange müssen frische Bigoli gekocht werden?
Die Kochzeit von frischen Bigoli liegt aufgrund ihrer Dicke deutlich über der von normalen Spaghetti und beträgt je nach Trocknungsgrad etwa 4 bis 7 Minuten. Die Nudeln sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen und im Kern zwar gar, aber noch deutlich spürbaren Biss (al dente) haben. Da sie viel Sauce aufnehmen, sollten sie direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne zur Sauce gegeben und dort noch eine Minute geschwenkt werden.
Fazit
Das Formen von Bigoli mit einer traditionellen Handpresse erfordert handwerkliche Präzision und das richtige Gespür für die Teigkonsistenz. Da der Teig für das Pressen bewusst trocken und krümelig gehalten werden muss, weicht die Verarbeitung stark von der herkömmlicher Nudelteige ab. Die Belohnung für den körperlichen Aufwand beim Kurbeln ist jedoch eine Pasta von herausragender Qualität, deren charakteristisch raue Oberfläche Saucen auf unvergleichliche Weise bindet.
Durch die Verwendung von hochwertigen Matrizen aus Messing oder Bronze und die Beachtung einer konstanten, langsamen Arbeitsweise beim Pressen lässt sich das traditionelle kulinarische Erbe Venetiens mühelos in der eigenen heimischen Küche realisieren. Die richtige Nachbereitung, insbesondere die sorgfältige Reinigung der mechanischen Bauteile direkt nach dem Gebrauch, sichert zudem die Langlebigkeit der wertvollen Küchenwerkzeuge.




